Wiedereinstieg Blog von Branka KramaricWiedereinstieg Blog

7. Februar 2011 // BAföG für Frauen mit Kind

Wer den Traum vom Studium nach einer Familienpause doch noch verwirklichen möchte, braucht Unterstützung, sei es von öffentlicher oder privater Seite. Das Studium, wie auch der Lebensunterhalt muss finanziert werden und gleichzeitig muss für eine ausreichende Kinderbetreuung gesorgt werden. Damit noch genügend Zeit zum Lernen bleibt ist eine effiziente Zeitplanung erforderlich.

Zu den Leistungen, die auch für das Studium mit Kind in Frage kommen, gehören BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz), der seit 2007 eingeführte BAföG- Kinderbetreuungszuschlag und das elternunabhängige BAföG.

Die für BAföG Antragsteller zuvor festgelegte Altersgrenze von 30 Jahren, wurde im Oktober 2010 bei Masterstudiengängen auf 35 Jahre angehoben. Des Weiteren besagt der §10 Abs.3 Nr.3, dass Mütter oder Väter, die wegen der Erziehung eines Kindes unter 10 Jahren ihr Studium noch nicht begonnen haben auch nach Überschreiten der Altersgrenze BAföG erhalten. Voraussetzung ist, dass sie glaubhaft machen können, dass sie sich um das Kind gekümmert haben.

Der BAföG – Kinderbetreuungszuschlag ist als Vollzuschuss für den Nachwuchs ausgelegt und muss somit nicht zurückgezahlt werden. Der monatliche Betrag von bis zu 113 € wird dann gezahlt, wenn mindestens ein eigenes Kind unter zehn Jahren im Haushalt zu versorgen ist. Für jedes weitere, eigene Kind erhält der Antragsteller 85 €. Sind beide Elternteile BAföG-berechtigt, kann nur eine/r von beiden den Betrag beziehen. Da der Bezug des BAföG-Kinderbetreuungszuschlags kein Einkommen ist, wird er auch nicht auf die übrigen Leistungen zum Lebensunterhalt angerechnet.

Das elternunabhängige BAföG gibt es nur in Ausnahmefällen. Man erhält es beispielsweise dann, wenn man nach einer fünfjährigen Erwerbstätigkeit die Förderung für ein Studium beantragt, oder wenn man nach einer Berufsausbildung mindestens drei Jahre im Beruf gearbeitet hat. Zusammen mit der Ausbildung muss man aber dann mindestens auf sechs Jahre kommen.

Viele Universitäten haben sich auf die studierenden Eltern eingestellt und die ortsansässigen Studentenwerke bieten deshalb ein selbst organisiertes und gefördertes Betreuungsangebot an. Ans Studium angepasste Öffnungszeiten sind dabei nur ein Vorteil gegenüber staatlichen Kitas.

Branka Kramaric am 7. Februar 2011 um 13:38 Uhr
 
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Die meisten Studentenwerke helfen einem beim ausfüllen des Antrags, eigentlich kann man da nichts falsch machen ;-)

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