Wiedereinstieg Blog von Branka KramaricWiedereinstieg Blog

17. April 2012 // Erfolgsfaktor Familienorientierte Arbeitszeiten

In vielen Branchen ist der Fachkräftemangel schön längst angekommen. Um dem entgegenzuwirken werden die Wiedereinsteigerinnen umworben. So setzen sich mittlerweile viele Unternehmen intensiv mit dem Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinander und setzen dabei auf unterschiedlichste Angebote. Dazu gehören vielfach nicht nur finanzielle Unterstützung der Kinderbetreuung oder betriebliche Betreuungsangebote. Teilzeitangebote für Männer und Frauen, die Möglichkeit im Bedarfsfall von zu Hause aus zu arbeiten oder auch Job-Sharing wird angeboten.
Flexibilität ist dabei das Zauberwort. Es erfordert sowohl vom Unternehmen als auch seitens der Mitarbeiter/innen ein Umdenken. Ideal ist eine Arbeitszeitgestaltung, die sich an den unterschiedlichen Lebensphasen der Menschen orientiert und den Mitarbeitern in gewissen Grenzen Gestaltungsspielräume gibt. So lassen sich nicht nur berufliche und familiäre Verpflichtungen wie Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen verbinden, auch Reduzierung vor derm Übergang in die Rente sind denkbar. Der Charme solcher Modelle liegt in ihrer Einfachheit und vor allem der Möglichkeit Übergangssituationen besser handhabbar zu machen. Diese Modelle der LEbensarbeitszeitkonten folgen dem einfachen Prinzip des “Ansparen” und “bei Bedarf nutzen”, d.h. das Entgelt wird für einen Teil der geleisteten Arbeit angespart und zu einem späteren Zeitpunkt über bezahlte Freistellung verbraucht. Aber auch für die Unternehmen ist das Instrument ideal, da so zum Beispiel in Krisenzeiten flexibel gearbeitet werden kann. Diese Modelle setzen allerdings eine Garantie des Arbeitgebers voraus, die in der Regel über Versicherungen organisiert werden muss. Hier gibt es noch einigen Regelungsbedarf. Bis dahin müssen Arbeitnehmer/innen in Übergangszeiten jeweils einzelvertragliche Regelungen vereinbaren und gegebenenfalls den Arbeitsplatz wechseln. Für so manches Unternehmen bedeutet solch ein Wechsel nicht nur einen erheblichen finanziellen Aufwand, sondern auch Schwierigkeiten bei der Personalbesetzung und unterbesetzte Arbeitsbereiche. Da lohnt sich durchaus der Blick auf innovative familienorientierte Arbeitszeiten.

Branka Kramaric am 17. April 2012 um 17:57 Uhr
 
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