Wiedereinstieg Blog von Branka KramaricWiedereinstieg Blog

30. Mai 2011 // Jede 5. Führungskraft eine Frau – im Mittelstand Realität

Was in den Führungsetagen der Großunternehmen nicht möglich ist, ist im Mittelstand bereits Realität. Jede 5. Führungskraft ist weiblich. Vor allem die junge Frauengeneration rückt in verantwortliche Positionen nach.

Die Commerzbank untersuchte in ihrer Mittelstandsstudie “UnternehmerPerspektiven”, wie die Struktur in den mittelständischen Unternehmen aussieht und welches Führungsverständnis die Männer und Frauen an der Spitze haben. Interessant ist, dass die jüngeren Führungskräfte ihre Unternehmen häufiger im Team (80 %) führen. Es ist nicht mehr der “alleinherrschende Patriarch” der die Belange der Firma lenkt. In vielen Unternehmen steht an der Spitze nicht nur eine Person, sondern ein Team aus zwei oder mehr Personen. Dabei sind es mehr angestellte Frauen, die an der Spitze stehen. Nur ein kleiner Teil kommt aus dem Familienumfeld und führt mit einer Doppelspitze.

Mit einer pragmatischen Herangehensweise an das Thema Führung verstehen sich die Frauen in erster Linie als Motivatorinnen auf einer sachlich – fachlichen Basis. Offene Kommunikation spielt dabei eine Schlüsselrolle. Dabei kommt es vor allem auf die Qualität an: zuhören, verbindlich eigene Aussagen einhalten und die eigenen Entscheidungen begründen. Frauen gelten gemeinhin als nahbarer und suchen eher den Kontakt zu Mitarbeitern. Erfolgreiches Führen bedeutet auf Klarheit und Transparenz im Gespräch zu achten.

Ein zentrales Ziel für die Zukunft wird es sein, auch nach Kindererziehungszeiten die jungen Frauen im Unternehmen wieder gut zu integrieren. Dabei spielen nicht nur äußere Bedingungen, wie Kindergarten- und Krippenplätze oder Arbeitszeitmodelle eine Rolle. Entscheidender ist die innere Struktur des Unternhemens. Damit Frauen ihren Platz an der Spitze halten, bedarf es einer nachhaltigen Veränderung der Unternehmenskultur. Der Mittelstand geht da mit gutem Beispiel voran, auch wenn bei genauerer Betrachtung unter anderem in den technischen Schlüsselindustrien noch Nachholbedarf in punkto Weiblichkeit herrscht.

Branka Kramaric am 30. Mai 2011 um 14:21 Uhr
 
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